Gründung im "Ochsen"

Wir schrieben das Jahr 1967 und zwar den 07. Juni, abends 20.00 Uhr im Gasthaus "Zum Ochsen" in Eschbach. An diesem Tag fand die Gründungsversammlung des heutigen SV Eschbach e.V. statt.
Bei einem Blick noch weiter zurück in die Geschichte weiß der Schreiber dieser Zeilen zu erzählen, dass in den Jahren 1931/32 ebenfalls junge Leute in Eschbach aufgerafft haben, einen Sportplatz zu bauen und einen Verein zu gründen. Begeistert gingen sie ans Werk, ebneten mit Schaufel und Pickel das von dem Landwirt Franz Süß auf dem Haspel zur Verfügung gestellte Gelände ein und legten einen Sportplatz an.
Jetzt wurde Fußball gespielt. Auf eine einheitliche Sportkleidung kam es nicht an und Fußballschuhe waren Mangelware. Geld war auch zu damaliger Zeit schon recht knapp.
Das ging so drei bis vier Jahre. Versichert und gemeldet war der Verein nicht. Als man das ändern wollte, kam das Ende für den Fußballverein Eschbach sehr rasch. Nachdem der Verein organisiert und angemeldet war, lehnte der Verband es zum Bedauern aller heißblütigen Fußballer ab, den in so mühsamer Eigenarbeit erstellten Sportplatz für den Spielbetrieb zuzulassen und bewirkte damit das "Aus". Doch umsonst war die harte Platzarbeit nicht, denn seit dieser Zeit hat Eschbach einen Sportplatz, der der Schule, den Vereinen und der ganzen Bevölkerung zur Verfügung stand.
Hier nun knüpften im Jahre 1967 die 17 Gründungsmitglieder wieder an und hoben den Sportverein Eschbach e.V. aus der Taufe. Es waren dies:
Hermann Maier, Ernst Ruhnau, Manfred Tröndle, Wolfgang Tröndle, Karl Heinz Ritter, Gieselbert Stark, Eberhard Beck, Alois Schupp jr., Herbert Pfeiffer, Manfred Ebner, Helmut Swoboda, Karl Schäuble, Helmut Butz, Werner Leber, Hans Scharfen und Leopold Kaiser.

Erstes Spiel 1967 gegen den SV Oberwihl

1967

Noch am gleichen Abend wurde aus den vom Verein beigetretenen Mitgliedern für die Dauer eines Jahres ein Vorstandschaft gebildet, die etwa zehn Tage später eine neue Versammlung einberief. Bei dieser Versammlung wurde die Satzung des Vereins beschlossen. Der 1. Vorsitzende Hermann Maier konnte schon eine beachtliche Zahl von Mitgliedern begrüßen, die in der kurzen Zwischenzeit geworben wurden.
Wie in den dreißiger Jahren, war auch diesmal die Platzfrage das schwierigste Problem. Infolge der Hanglage der Gemeinde Eschbach war es besonders schwer, einen geeigneten Platz zu finden. Alois Schupp (Bürgermeister) und Anny Wittwer stellten dem Verein auf dem Haspel Gelände zur Verfügung. Bei der Abnahme des Platzes durch den Verband wurde dem Verein sofort auferlegt, einen neuen Platz zu bauen. Der vorhandene wurde lediglich für die Dauer von zwei Jahren zugelassen.
Nach einem freundschaftlichen Eröffnungsspiel gegen den SV Oberwihl, der auch als Patenverein eingetragen wurde, begann die erste Saison der neuformierten Fußballabteilung. Die Gastmannschaften, die auf unserem Platz zu Punktespielen antreten mussten, waren nicht gerade erbaut von unserem Sportplatz. Die Schiedsrichter berichteten an den Verband über die unmöglichen Platzverhältnisse.
Da im Jahre 1968 zudem auch noch eine A-Jugendmannschaft gegründet wurde, die dem Sportverein den notwendigen Nachwuchs sichern sollte und die ebenfalls an Punktespielen teilnahm, wurde der Druck, einen anderen Sportplatz zu suchen, immer stärker.
Im Jahre 1969 gelang es der damaligen Vorstandschaft, von Jakob Eckert das an der Ziegelhüttenstraße gelegene Grundstück für einen neuen Sportplatz zu erhalten. Die Baufirma Schleith aus Waldshut führte in ganz kurzer Zeit entgegenkommenderweise die gewaltigen Planierungsarbeiten durch.

Bau des neuen Sportplatzes bei der Ziegelhütte und Errichtung des GymnastikraumesA-Jugend 1971

Am 18. Juli 1971 weihte der Sportverein Eschbach e.V. den neuen Sportplatz ein. Attraktion war das Schlagerspiel Hochrhein Auswahl gegen FC 08 Villingen. Das Spiel wurde vom FC 08 Villingen gewonnen.

 

Gründung Gymnastikabteilungen

Fußball war aber nicht alles beim SV Eschbach. Bereits im September des Jahres 1967 wurden die Gymnastikgruppen der Frauen und Mädchen unter der Leitung von Frau Vreni Kimmel gegründet.
Ca. 20 Frauen fanden sich zusammen. Am Anfang war außer einem alten Klassenzimmer als Übungsraum und dem Willen, gemeinsam etwas aufzubauen, nichts vorhanden. Im Laufe der Jahre mussten die Gruppen immer wieder in andere Räume umziehen, z.B. in die Kornhaushalle, Theodor Heuss Schule und Stadthalle. Selbst der Heuboden eines Landwirtes diente als Gymnastikraum. GymnastikEin Glücksfall war später ein Stück Holzboden im Dachgeschoß des Gemeindehauses.

Nach vielen Mühen und vielfältiger Eigeninitiative konnte 1975 der Gymnastikraum im Gemeindehaus fertiggestellt werden. Nun war ein reibungsloser Ablauf der Trainingsabende gewährleistet. Im gleichen Jahr wurde die Abteilung Gymnastik Männer gegründet.
Mit dem früheren Geräteturner Günter Vogelbacher war schnell ein geeigneter Leiter gefunden und innerhalb relativ kurzer Zeit konnte der Turnbetrieb mit ca. 12- 16 Teilnehmern im Alter von 25-65 Jahren aufgenommen werden.
Ein besonderes Problem waren immer die Sanitäranlagen, die in der ehemaligen Wäscherei untergebracht waren. Der Zustand wurde immer unhaltbarer, wenn man bedenkt, dass nur ein 80 Liter-Boiler zur Verfügung stand und zwei Mannschaften und der Schiedsrichter nach einem Spiel duschen wollen.
Auch hier war es Eigeninitiative und sehr viel Eigenarbeit, bis im Jahre 1980 die neuen Dusche und WC-Anlagen fertiggestellt wurden.

Gründung der Abteilung: Alte Herren

Mit Fußball begann es 1967 und nochmals etwas in Fußball gab es 1981: Die Gründung der AH Abteilung.
12 Fußballer überwiegend aus den Reihen der früheren aktiven Spieler wagten diesen Schritt. An der Spitze stand als erster Abteilungsleiter Bernhard Eckert.
Man war sich darüber klar, dass anfangs Nachwuchsprobleme bewältigt werden müssen. An einen geregelten Spielbetrieb konnte man nicht denken. Das war jedoch vorerst Nebensache. Man wollte gemeinsam trainieren und einige Freundschaftsspiele austragen.

 

Erste Meisterschaft

Im Jahr 1993 gab es dann die Sensation. Die 1. Mannschaft wurde Meister in der Kreisliga C und stieg zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die Kreisliga B auf.

 

Gründung Aerobic-Gruppe

1994 wurde die Aerobic-Gruppe unter der Leitung von Ursula Stegemann gegründet und unterstützt den Verein seither tatkräftig mit den verschiedensten Aufführungen bei unseren Veranstaltungen. Im darauffolgenden Jahr war der Zeitpunkt gekommen, an dem die 1. Mannschaft vom aktiven Spielbetrieb zurückgezogen werden musste und es somit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte keine 1. Mannschaft gab.

 

Der Neuanfang - Gründung der Jugendabteilung

Aktiv_1993Noch im selben Jahr wurde die Jugendabteilung des Sportvereins mit Jugendleiter Ludwig Albiez und Trainer Thomas Sütterlin ins Leben gerufen. Das war der Beginn einer erfolgreichen
Jugendarbeit die bis heute fortgeführt wird, mit Stolz blickt man auf einige Erfolge zurück.
Heute spielen ca. 85 Jugendliche im Verein!
In den folgenden Jahren wurde in die Verbesserung der Sportanlage investiert.
Es wurde 1997 ein Anbau an der bereits bestehenden Holzhütte gemacht.
1998 wurde die alte marode Flutlichtanlage durch eine neue moderne Anlage ersetzt.
Der Spielbetrieb einer Aktiv-Mannschaft wurde im Jahr 1999 wieder aufgenommen. Es ist auch gleich gelungen, den Aufstieg in die Kreisliga B über die Relegation perfekt zu machen. Leider musste die Mannschaft in der darauffolgenden Saison während der laufenden Spielzeit wegen Spielermangel wiederum vom Spielbetrieb zurückgenommen werden.

2003 und 2004 wurden wieder einige Bauprojekte durchgeführt, was mit der Komplettsanierung des Sportplatz begann, ging weiter mit dem 1. Bauabschnitt des Neubau Gerätehaus mit erster Umkleidekabine sowie die Erstellung einer Ballfanganlage mit kompletter Neueinzäunung des Sportgeländes.
Ein weiterer Meilenstein in der Jugendarbeit war die Gründung der B-Juniorinnen 2003, die durch Helmut Hagenmüller und Thomas Sütterlin trainiert werden.
2004 wurde die Abteilung Kinderturnen gegründet, welche aus zwei Gruppen im Alter von 3-5 und 6-8 Jahren besteht. Trainiert und geleitet werden die Gruppen von Marion Würtenberger mit Unterstützung von Caroline Albiez.
Das Jahr 2004 war der Beginn der Kulturveranstaltungen, die der Sportverein seither einmal im Jahr anbietet. Zu diesen Veranstaltungen gehörten bisher Konzerte und Kabarettabende.

Kreisliga B 2005

 

Aktivmannschaften trumpfen auf
(siehe auch Zeitungsartikel - "Das Märchen vom kleinen SVE")

Dass sich die intensive Jugendarbeit gelohnt hat, zeigte das Jahr 2005 man konnte die A-Jugend direkt in den aktiven Spielbetrieb der Kreisliga B5 übernehmen. Ein Großteil der Spieler ist seit Gründung der Jugendabteilung vor 10 Jahren dabei. Bereits in der ersten Saison schaffte das junge Team die Sensation – überlegen wurde der Aufstieg in die Kreisliga A bereits vier Spieltage vor Ende perfekt gemacht.

 

Mit dem Bau der Sanitär- und Duschanlagen, einer Schiedsrichter- und einer weiteren Umkleidekabine wurde 2006 der zweite Bauabschnitt begonnen. Dieser lange gehegte Wunsch konnte erst mit Fertigstellung der Kanalisation verwirklicht werden.

Im Jahr 2007 gab es in Sachen Fußball wieder Neuigkeiten. Der SVE gründete eine 2. Mannschaft. Diese nimmt am aktiven Spielbetrieb in der Kreisliga C in der Saison 2007/2008 teil. Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten und zwei lehrreichen Jahren wurde das Team in der Saison 2010/2011, um die Trainer Andreas Vogelbacher und Christoph Albiez, Meister in der Kreisliga C.

 

Vizemeisterschaften und Relegationen

Ende der Saison 2011/2012 stand die 1. Mannschaft in der Kreisliga A2 kurz vor der großen Sensation, der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Bezirksliga Hochrhein. Sie spielte unter ihrem neuen Trainer Peppe Pavano eine sensationelle Runde und stand vor dem letzten Spiel mit zwei Punkten Vorsprung auf den SV Nollingen an der Tabellenspitze. Während der SV Nollingen sein Spiel zuhause gegen den VfB Waldshut mit 1:0 gewann (dieser stieg daraufhin ab), kam der SVE leider im Heimspiel gegen den SV Waldhaus über ein 1:1 nicht hinaus und lag dann in der Endabrechnung zwar punktgleich mit Nolligen, hatte aber ein um zwei Tore schlechteres Torverhältnis. Das war bitter und die Enttäuschung riesig. In der anschließenden Relegation scheiterte man dann ebenfalls nach einem 2:0-Heimsieg gegen den FC Huttingen und einer 2:4-Niederlage beim SV Rheintal, der damit aufstieg.

In der Saison 2012/2013 konnte überraschenderweise die Vizemeisterschaft in der Kreisliga A3 wiederholt werden, wieder ging es in die Relegation und wieder scheiterte man knapp. Nach einem 2:0-Heimsieg gegen den FC Wehr gab es eine 0:3-Auswärtsniederlage gegen den FV Lörrach-Brombach, der schließlich aufstieg.

 

Wird fortgesetzt ...