Schwere Verletzung von Neuling Thomas Studinger

FC Grießen - SV Eschbach  1-0 (0-0)

In der Anfangsformation von Trainer Daniel Philipp standen mit Andreas und Thomas Studinger zwei Youngsters, die, das sei vorausgeschickt, ihre Sache grundsätzlich gut machten. Zudem saßen zwei weitere Nachwuchsspieler mit Kai Jacobshagen und Moritz Silbereis neben Thomas Albiez und Mihai Buzduga auf der Bank. Dagegen fehlten mit Oliver Rathjen und Lothar zwei Routiniers, zudem hatte sich Marius Müller kurzfristig krank gemeldet.

Der FC Grießen nahm gleich von Anfang an das Spiel in die Hand und kombinierte sich mit schnellem direktem Passspiel immer wieder gekonnt durch die Eschbacher Reihen. Man ließ dem Gegner im Mittelfeld viel zu viel Platz, der dann aber doch in aller Regel in Strafraumnähe mit seinem Latein am Ende war. In zwei, drei Szenen kam er trotzdem zu guten Chancenansätzen, die aber alle nicht genutzt werden konnten. Insbesondere wurden in der 34. und 41. Minute zwei Riesenchancen vergeben, als jeweils ein Stürmer aus etwa 12 m allein vor dem Tor stehend verzog.

Der SVE seinerseits kam kaum zu nennenswerten Chancen. In der 9. Minute zielte Tobias Thoma nach einer feinen Einzelleistung aus 20 m knapp neben das Tor und in der 37. Minute gelangte ein Steilpass auf Frank Arzner in den Strafraum, der jedoch leider in letzter Sekunde am erfolgreichen Abschluss gehindert wurde.

Insgesamt spielte der SVE in der 1. HZ zu überhastet und nervös und brachte den Gegner immer wieder durch völlig unnötige Abspielfehler in Ballbesitz. Trauriger Höhepunkt war die Verletzung von Innenverteidiger Thomas Studinger, der nach einen Pressschlag mit einem Gegner nicht mehr weiterspielen konnte und der sich, wie sich am Sonntag im Krankenhaus herausstellte, den Knöchel gebrochen hatte. Wir wünschen Thomas, der bis dahin gut gespielt hatte, alles Gute und schnelle Genesung. Für Thomas kam Thomas Albiez in die Abwehr.

Die zweite Halbzeit begann der SVE etwas druckvoller und es gelang, sich mehr und mehr in der gegnerischen Hälfte festzusetzen, ohne jedoch zu großen Chancen zu kommen. Die Grießener blieben mit schnellen Kontern aber immer gefährlich. Andreas Studinger verzog in der 56. Minute aus aussichtsreicher Position und mehrere Eckbälle direkt hintereinander verpufften wirkungslos. Zwischenzeitlich war Mihai Buzduga für Tobias Thoma eingewechselt worden.

Das spielentscheidende Tor fiel dann in der 60. Minute. Der Gegner setzte sich gekonnt auf der rechten Seite durch und konnte fast ungehindert zur Mitte flanken, wo der kurz zuvor eingewechselte Ritter das Kopfballduell gegen Holger Eschbach gewann und den Ball in den rechten oberen Winkel unhaltbar für Florian Amrein einköpfte.

In der letzten halben Stunde tat sich dann nicht mehr viel. Dem SVE fehlten in der Summe Kraft, Kondition und die spielerischen Mittel, um den Gegner nochmals ernsthaft in  Bedrängnis zu bringen, der seinerseits mit einer Ausnahme auch nicht mehr zu weiteren Chancen kam. In der 75. Minute unterlief Jojo Gey ein fataler Abspielfehler, der einen gegnerischen Stürmer im Strafraum frei zum Schuss kommen ließ, dieser den Ball aus seitlicher Position sowohl an Torwart Amrein als auch am langen Pfosten vorbei schoss.

Mit dem FC Grießen gewann an diesem Nachmittag sicherlich die bessere Mannschaft. Beim SVE sind noch lange nicht alle Spieler körperlich auf gutem Niveau, um mit solch spielstarken Mannschaften mithalten zu können.  

Es spielten:
Florian Amrein, Daniel Thomann, Holger Eschbach (83. Kai Jacobshagen), Thomas Studinger (30. Thomas Albiez), Thomas Eckert, Sascha Auer, Tobias Thoma (56. Mihai Buzduga), Frank Arzner (C), Andreas Studinger, Andreas Geist, Johannes Gey.

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Bericht SÜDKURIER

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